Kundenservice

MiniMed Insulinpumpen und Urlaub / Reisen

Eine Insulinpumpe begleitet ihren Nutzer in allen Lebenssituation und es ist unvermeidlich, dass sie ein paar Stöße abbekommt oder auf eine harte Oberfläche aufprallt. Zwar führen alle Hersteller viele Tests durch, aber niemand kann Risse und Sprünge völlig und mit absoluter Sicherheit ausschließen, nachdem die Pumpe ausgepackt wurde und im Alltagsleben eingesetzt wird. 
 
Wir sind uns über unsere große Verantwortung als Hersteller im Klaren und bemühen uns, das Bewusstsein unserer Kunden bei der Nutzung ihrer Pumpe im Alltagsleben zu schärfen.

Wie wasserdicht sind Insulinpumpen?

Kann ich mit der Insulinpumpe schwimmen, duschen oder baden?

MiniMed® Veo® Insulinpumpe

Die MiniMed® Veo® Insulinpumpe ist vor Spritzwasser geschützt, deswegen wird die MiniMed® Veo® weiterhin als wasserbeständig, nicht wasserdicht/wasserfest bezeichnet. 
 
Wir empfehlen den Nutzern der MiniMed Veo Insulinpumpe, die Pumpe nicht absichtlich in Wasser einzutauchen. Vor Wassersportaktivitäten können Sie Ihre Pumpe leicht vom Körper trennen. Wenn Sie die Pumpe vor Wassersportaktivitäten abtrennen, achten Sie darauf, die Pumpe vor Wasser geschützt zu lagern. Sie können Ihre Insulinpumpe bis zu eine Stunde lang abnehmen, ohne Insulin spritzen zu müssen. Wenn Sie die Pumpe länger als eine Stunde abtrennen, müssen Sie sich das Insulin auf anderem Wege zuführen. Sie können sich kurzwirksames Insulin injizieren oder die Pumpe für einen Bolus wieder anschließen (weitere Informationen finden Sie unter Richtlinien für die zeitweilige Abtrennung). Messen Sie Ihren Blutzuckerspiegel, nachdem Sie die Pumpe wieder angeschlossen haben.  
 
Für die Pumpe gilt Schutzart IXP7: Schutz gegen zeitweiliges Untertauchen in einer Tiefe bis zu 1 Meter und einer Dauer von 30 Minuten. 

 

MiniMed® 640G Insulinpumpe

Wenn Reservoir und Schlauch ordnungsgemäß an Ihre MiniMed® 640G Insulinpumpe angeschlossen sind, ist sie wasserdicht (Schutzgrad IPX8, wasserfest) bis zu einer Tiefe von 3,6 Metern und einer Dauer von 24 Stunden. 
 
Da Ihre Pumpe wasserdicht ist, ist es unwahrscheinlich, dass Spritzwasser oder ein Eintauchen in Wasser zu einem Wasserschaden führen. Sollte Ihre Pumpe heruntergefallen sein oder sollten Sie den Verdacht haben, dass Ihre Pumpe beschädigt ist, sollten Sie Ihre Pumpe – bevor Sie sie Wasser aussetzen – sorgfältig untersuchen, um sicherzustellen, dass sie keine Risse aufweist. Wenn die Pumpe Risse hat, ist sie nicht wasserdicht. 
 
Wenn Sie vermuten, dass Wasser in Ihre Pumpe eingedrungen ist, oder wenn Sie einen anderen möglichen Pumpenfehler feststellen, so kontrollieren Sie zunächst Ihren Blutzucker und behandeln Sie bei Bedarf einen überhöhten Blutzucker gemäß den Anweisungen Ihres Arztes. Nehmen Sie Kontakt zu Medtronic auf, wenn Sie weitere Hilfe benötigen. Nehmen Sie immer Kontakt mit Ihrem Arzt auf, wenn Sie einen übermäßig hohen oder niedrigen Blutzucker feststellen oder wenn Sie eine Frage zu Ihrer Behandlung haben.

 

MiniLink™ Transmitter

Wenn der MiniLink™ Transmitter an den Sensor angeschlossen ist und getragen wird, ist er wasserdicht und darf in Wasser eingetaucht werden. Allerdings ist es nicht empfehlenswert, den MiniLink Transmitter in sehr heißes Wasser (wie bei einem heißen Bad) einzutauchen. Sie können den Transmitter bis zu 30 Minuten einer Tiefe bis zu 2,4 Metern aussetzen. 
 
Wenn Sie die Insulinpumpe abtrennen und Ihr Transmitter länger als 40 Minuten außerhalb der Reichweite der Pumpe ist (mehr als 2 Meter entfernt), werden nur die Daten der letzten 40 Minuten gespeichert. In den Berichten entsteht eine Datenlücke für diesen Zeitraum.

 

Guardian™ 2 Link Transmitter

Wenn der Guardian™ 2 Link Transmitter an den Sensor angeschlossen ist und getragen wird, ist er wasserdicht und darf in Wasser eingetaucht werden. Allerdings ist es nicht empfehlenswert, den Transmitter in sehr heißes Wasser (wie bei einem heißen Bad) einzutauchen. Sie können den Transmitter bis zu 30 Minuten einer Tiefe bis zu 2,4 Metern aussetzen. 

 

CHECKLISTE REISEN / TIPPS UND TRICKS

MiniMed® Veo® Insulinpumpe

Auf Flugreisen können Sie Ihre Insulinpumpe wie üblich benutzen. Wenn Sie außerhalb der Europäischen Union reisen, prüfen Sie vorher, ob die von der Pumpe benutzte Funkfrequenz den Vorschriften in Ihrem Reiseziel entspricht. 
 
Wenn Sie die kontinuierliche Glukosemessung (CGM) der Pumpe nutzen, unterliegt die Pumpe den internationalen Normen und den Vorschriften der amerikanischen FCC (Federal Communications Commission), gemäß denen in Flugzeugen keine drahtlosen Geräte aktiv sein dürfen. Deswegen müssen Sie den MiniLink™ Transmitter vom Glukosesensor trennen. Bitte beachten Sie, dass es nicht ausreicht, die CGM-Funktion abzuschalten, weil der MiniLink Transmitter weiterhin Funksignale abgibt, solange er nicht vom Glukosesensor getrennt wurde. Wenn Sie während des Flugs Ihren Blutzuckerspiegel messen müssen, müssen Sie dies manuell mit Ihrem Blutzuckermessgerät tun. 

MiniMed® 640G Insulinpumpe

Auf Flugreisen können Sie Ihre Insulinpumpe wie üblich benutzen. Wenn Sie außerhalb der Europäischen Union reisen, prüfen Sie vorher, ob die von der Pumpe benutzte Funkfrequenz den Vorschriften in Ihrem Reiseziel entspricht. 
 
Wenn Sie die kontinuierliche Glukosemessung (CGM) der Pumpe nutzen, unterliegt die Pumpe den internationalen Normen und den Vorschriften der amerikanischen FCC (Federal Communications Commission), gemäß denen in Flugzeugen keine drahtlosen Geräte aktiv sein dürfen. Deswegen müssen Sie den Guardian 2 Link Transmitter vom Glukosesensor trennen. Bitte beachten Sie, dass es nicht ausreicht, die CGM-Funktion abzuschalten, weil der Guardian 2 Link Transmitter weiterhin Funksignale abgibt, solange er nicht vom Glukosesensor getrennt wurde. Wenn Sie während des Flugs Ihren Blutzuckerspiegel messen müssen, müssen Sie dies manuell mit Ihrem Blutzuckermessgerät tun.

Wird meine Insulinpumpe durch die elektromagnetische Strahlung am Flughafen oder von Computern, Handys oder Aufnahmegeräten gestört?

Vermeiden Sie es, Ihre Insulinpumpe einem starken Magnetfeld auszusetzen, wie es beispielsweise bei einem Magnetresonanztomografen (MRT) der Fall ist. Umfassende Prüfungen haben gezeigt, dass die Funktionsfähigkeit Ihrer Insulinpumpe durch andere Geräte mit Magnetfeldern wie Metalldetektoren am Flughafen, elektronische Überwachungsgeräte und Handys nicht beeinträchtigt wird.  
 
Zwar können Mobiltelefone, schnurlose Telefone und andere mobile Geräte die Kommunikation von Ihrem Blutzuckermessgerät/Transmitter zu Ihrer Insulinpumpe stören, aber durch diese Störungen werden keine fehlerhaften Daten erzeugt und sie schaden weder Ihrer Pumpe noch dem Messgerät. Sie können die Kommunikation wiederherstellen, indem Sie die anderen drahtlosen Geräte abschalten. 
 
Ihre Pumpe sollte weder dem Ganzkörperscanner noch dem Durchleuchtungssystem ausgesetzt werden, mit dem am Flughafen Ihr Gepäck kontrolliert wird. Wenn Sie durch den Ganzkörperscanner gehen wollen, müssen Sie das Infusionsset vorher abtrennen und die Insulinpumpe und das CGM-System (Sensor und Transmitter) entfernen. Wenn Sie die Geräte nicht abnehmen wollen, bitten Sie um eine andere Form der Untersuchung ohne Röntgendurchleuchtung. Die stationären und mobilen Metalldetektoren, die bei der Sicherheitsüberprüfung am Flughafen eingesetzt werden, sind kein Problem für Ihre Insulinpumpe, das Infusionsset, das Reservoir und das CGM-System.

Reisen mit der Pumpe

Ihre Pumpe macht es Ihnen einfacher, auch auf Reisen eine gute Blutzuckereinstellung aufrechtzuerhalten. Mahlzeiten außer der Reihe, Mahlzeiten, die größer oder kleiner als üblich sind oder Mahlzeiten, für die Sie sich mehr Zeit nehmen möchten als sonst - für alle diese Fälle können Sie einen Bolus einstellen.
 
Sie können Ihre Pumpe auch an Veränderungen gegenüber Ihrem üblichen Aktivitätsgrad einstellen, beispielsweise, wenn Sie später ins Bett gehen als üblich.
 
Wie Sie sich am besten auf die Reise vorbereiten und was Sie mitnehmen müssen, hängt davon ab, wohin die Reise geht und wie lange sie dauern wird. Für einen kurzen Inlandsflug und einen Urlaub im eigenen Land sind andere Vorbereitungen erforderlich als für einen Langstreckenflug mit Zeitverschiebung.
 
Zur Anpassung der Basalrate bei Fernreisen und für weitere wichtige Hinweise für Reisen nutzen Sie unseren Reiseexpert-Ihr Diabetesexperte für Reisen.

Wenn Sie auf Reisen gehen, sollten Sie folgende Dinge mitnehmen:

  • Ersatzbatterien für die Pumpe
  • Insulin (und die passenden Lagerungsbehälter)
  • Pumpenutensilien
  • Insulin-Pen oder -Spritzen
  • Keton-Teststreifen
  • Glukagon-Notfallset
  • Ausrüstung für Blutzuckermessung
  • Kohlenhydrate gegen Hypos und einfach zu transportierende Notrationen wie Müsliriegel

Bedenken Sie außerdem Folgendes:

  • Notieren Sie sich die Kontaktdaten Ihres Arztes und des Diabetesteams sowie eines Diabetes-Dienstes im Reiseland
  • Tragen Sie einen Patientenausweis bei sich, der darüber informiert, dass Sie Diabetes haben und eine Insulinpumpe tragen
  • Nehmen Sie Medikamente gegen Durchfall und Übelkeit mit
  • Nehmen Sie die Bedienungsanleitung für Ihre Pumpe und eine Liste aller Pumpeneinstellungen mit
  • Wenn Sie ins Ausland reisen, notieren Sie sich nützliche Sätze in der Landessprache wie: “Ich habe Diabetes, bitte geben Sie mir Zucker oder etwas zu essen.”
  • Prüfen Sie, ob Sie Ihre Utensilien und Vorräte problemlos in das Reiseland einführen dürfen.

Wenn Sie aus dem Ausland die 24-Stunden Hotline für technische Notfälle anrufen möchten, nutzen Sie bitte folgende Rufnummer: +49 2159 8149 370.

Auf Flugreisen sollten Sie Ihre Medikamente, Snacks, die Pumpenutensilien und die Bestätigung Ihres Arztes immer in Ihrem Handgepäck bei sich tragen. Dies ist sehr wichtig, denn Ihr aufgegebenes Gepäck kann verloren gehen oder Sie können durch ungeplante Aufenthalte länger unterwegs sein als vorgesehen. Außerdem kann Insulin in aufgegebenen Gepäckstücken extremen Temperaturen (oft unter dem Gefrierpunkt) ausgesetzt sein.
 
Es hat sich als sinnvoll erwiesen, doppelt so viel von allen Utensilien und Verbrauchsmaterialien mitzunehmen, wie Sie eigentlich für die Reise benötigen würden, um gegen unvorhersehbare Ereignisse gewappnet zu sein.
 
Wenn Sie Pumpenutensilien im Ausland kaufen müssen, können diese erheblich teurer sein, und einige Produkte sind nicht in jedem Land erhältlich. Wenden Sie sich lieber erst an unseren Kundenservice vor Ort, um unliebsame Überraschungen zu vermeiden.

Zeitverschiebung und mehrere Basalraten

Es gibt kein Patentrezept für die Anpassung der Basalraten, wenn Sie mehrere Zeitzonen überschreiten. Beraten Sie sich bei der Planung mit Ihrem Diabetesteam über Ihre Reiseroute und die Anpassungen, die Sie vornehmen sollten. 
 
Vergessen Sie nicht, immer eine Liste mit Ihren Basalraten und den anderen Pumpeneinstellungen mit sich zu führen.
 
Sie können Ihre Pumpe jederzeit während des Flugs auf die neue Zeit in Ihrem Reiseland einstellen. Die meisten Leute tun dies bei der Ankunft am Reiseziel. Es ist sehr wichtig, dass Sie die Zeit auf die Zeit in Ihrem Reiseland umstellen, da Ihre Basalraten für nachts sich eventuell von den Basalraten für tagsüber stark unterscheiden. Wenn Sie die Zeit nicht umstellen, könnten Sie tagsüber zu viel Insulin und nachts zu wenig Insulin bekommen. Das kann gefährlich sein.
 
Und vergessen Sie nicht, die Zeit wieder zurückzustellen, wenn Sie wieder zu Hause angekommen sind. 
 
Zur Anpassung der Basalrate bei Fernreisen und für weitere wichtige Hinweise für Reisen nutzen Sie unseren Reiseexpert-Ihr Diabetesexperte für Reisen.

Sicherheitstipps

Während eines Langstreckenflugs sollten Sie öfters aufstehen und umhergehen sowie viel Wasser trinken. So können Sie der Bildung von Blutgerinnseln vorbeugen, die sowohl bei Menschen mit als auch ohne Diabetes auftreten können.
 
Durch Stress oder außergewöhnliche Aktivitäten oder anderes Essen kann Ihr Blutzuckerspiegel zu hoch oder zu niedrig sein. Prüfen Sie deshalb Ihren Blutzuckerspiegel häufiger als üblich.
 
Reisen in den USA
  • In den USA ist eine Bestätigung des Arztes kein ausreichender Nachweis mehr für eine medizinische Notwendigkeit, wenn Sie Spritzen mit sich führen. Um mit Spritzen und anderem Zubehör für die Insulinverabreichung im Handgepäck ein Flugzeug besteigen zu dürfen, müssen Sie ein Insulinfläschchen mit einem professionellen, pharmazeutischen, gedruckten Etikett vorweisen können, aus dem das Medikament eindeutig hervorgeht. Hier werden keine Ausnahmen gemacht. Wenn sich die Verordnungsinformationen außen auf dem Umkarton der Insulinfläschchen befindet, müssen Sie diesen ebenfalls dabei haben.
  • In den USA müssen Sie auch für Inlandsflüge 2 Stunden vor dem Start zum Einchecken auf dem Flughafen sein, um alle Sicherheitsprüfungen rechtzeitig zu durchlaufen.
  • In den USA müssen Sie das Sicherheitspersonal darüber informieren, dass Sie Diabetes haben, eine Pumpe tragen und Zubehör mit sich führen.

Können MRT oder Röntgenapparate das System beschädigen?

Bei einem MRT-Scan werden sehr starke Magnetfelder und Funkwellen eingesetzt, um Organe und Strukturen im Inneren des Körpers abzubilden. Diese starken Magnetfelder können Ihre Pumpe beschädigen und sie von Ihrem Körper wegziehen. Infusionssets mit nicht metallischen Kanülen wie Quick-Set und Silhouette können bedenkenlos im Körper verbleiben.
 
Wenn Sie sich einer Magnetresonanztomografie (MRT), einer Röntgenuntersuchung, einer Computertomografie (CT) oder einer Diathermiebehandlung unterziehen oder anderen Strahlungsarten aussetzen müssen, müssen Sie die Pumpe, den Transmitter und den Glukosesensor ablegen, bevor Sie den Raum betreten, in dem die Untersuchung oder Behandlung stattfinden soll.
 
Wenn Sie Fragen zu einem bestimmten Verfahren und dessen Einfluss auf Ihre Pumpe haben, sprechen Sie bitte den Kundenservice an.

VERHALTEN BEI KRANKHEIT

Wenn Sie krank sind

Wenn man krank ist, ist es schwierig, sich auch noch um seinen Diabetes zu kümmern, aber das müssen Sie tun. Wenn Sie zu krank sind, um Ihren Diabetes aufmerksam zu überwachen, bitten Sie einen Freund oder ein Familienmitglied um Hilfe. Wenn das nicht möglich ist, bitten Sie Ihr Diabetesteam um Unterstützung. 
 
Während einer Erkrankung oder Infektion müssen Sie Ihren Blutzucker und den Urinketonspiegel häufiger messen als üblich. Durch Erkrankung und Infektion wird der Körper zusätzlich belastet, was vielfach zu einem Anstieg des Blutzuckers führt. Die Insulinpumpe ermöglicht es Ihnen, durch Anpassung der entsprechenden Einstellungen schnell und einfach auf erkrankungs- und infektionsbedingte Veränderungen des Blutzuckers zu reagieren. Auch wenn Sie keine Nahrung aufnehmen können, benötigen Sie Insulin. Ihren Blutzuckermesswerten können Sie entnehmen, ob Ihre Basalrate ausreichend ist, um dem aktuellen Insulinbedarf Ihres Körpers zu genügen. Eventuell müssen Sie sich öfter als üblich einen Korrekturbolus zuführen oder die Basalrate erhöhen oder beides.
 
Maßnahmen an Krankheitstagen  
  • Bestimmen Sie rund um die Uhr alle 2 Stunden Ihren Blutzucker und den Urinketonspiegel.
  • Bestimmen Sie bei jedem Gang zur Toilette Ihren Urinketonspiegel.
  • Dokumentieren Sie die Ergebnisse Ihrer Blutzucker- und Urinketonbestimmungen, die Medikation, Ihre Körpertemperatur und alle sonstigen Symptome.
  • Wenn Ihr Blutzucker bei oder über 250 mg/dl liegt und wenn der Urinketonspiegel mittelmäßig oder hoch ist, verabreichen Sie sich einen Insulinbolus.
  • Denken Sie daran, dass bei erhöhtem Urinketonspiegel die Zufuhr von zusätzlichem Insulin und von Flüssigkeit selbst dann erforderlich ist, wenn der Blutzucker innerhalb Ihres Zielbereichs liegt.
  • Wenden Sie sich bei Erbrechen an Ihren Endokrinologen, behandelnden Arzt oder Diabetesbetreuer, damit Sie zur Vermeidung einer diabetischen Ketoazidose eine angemessene Behandlung mit Flüssigkeiten und Insulin erhalten. 

 

Utensilien für Krankheitstage

Folgende Utensilien usw. sollten Sie im Haus haben und beim Verlassen des Hauses mit sich führen:
  • Zuckerhaltige Flüssigkeiten (Fruchtsaft, gesüßten Tee und Traubenzucker) als Ersatz für feste Speisen.
  • Zuckerfreie Flüssigkeiten als Ersatz für Flüssigkeitsverlust (Diätgetränke, Brühe, Wasser).
  • Fieberthermometer.
  • Zuckerfreie Medikamente gegen Fieber, Husten, Verstopfung, Übelkeit und Erbrechen.
  • Zusätzliche Messstreifen für die Bestimmung von Blutzucker und Urinketonspiegel.
  • Glukagon-Notfall-Set für die Behandlung schwerer Hypoglykämien.

Richtlinien für die zeitweilige Abtrennung

Wenn Sie den Tag am Strand verbringen möchten oder eine ""Pumpenpause"" einlegen wollen, können Sie sich die dafür notwendige vorübergehende Rückkehr zu Injektionen dadurch vereinfachen, dass Sie vorher einen entsprechenden Plan machen. Nachfolgend finden Sie einige Richtlinien, die Sie und Ihr Diabetesteam bei der Erstellung eines solchen Plans unterstützen.
 
Hinweis: Bei diesen Richtlinien gehen wir davon aus, dass Sie weiterhin Ihr Pumpeninsulin (meistens kurzwirksames Humalog® oder NovoRapid®) benutzen, es sich aber selbst injizieren.
 
Wenn Sie Fragen zum Diabetes-Management ohne Pumpe haben, sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber. Wenn Sie Fragen zu Funktionen der Medtronic Diabetes-Insulinpumpe haben, wenden Sie sich bitte an Medtronic Diabetes.
 
Humalog ist eine eingetragene Marke von Eli Lilly and Company.
NovoRapid ist eine eingetragene Marke von Novo Nordisk A/S. 

 

Bis zu 1 Stunde

  • Messen: Blutzucker (BZ) vor dem Abtrennen messen
  • Basalinsulin: Keine Injektionen erforderlich
  • Körperliche Anstrengung: BZ vor, während und nach der Aktivität messen; nach großer Anstrengung 24 Stunden lang genau überwachen. Dosis/Dosen (Basal und Bolus) entsprechend senken
  • Bolusinsulin: Injizieren (oder Pumpe wieder anschließen/Bolus abgeben), um die Kohlenhydrate basierend auf BZ-Wert und Insulin-/Kohlenhydratfaktor auszugleichen. Injizieren (oder Pumpe wieder anschließen/Bolus abgeben), um hohen BZ gemäß Korrekturformel auszugleichen. Wenn BZ > 13 mmol/l (234 mg/dl), Ketone messen.

 

Bis zu 4 Stunden

  • Messen: Blutzucker (BZ) vor dem Abtrennen, vor Mahlzeiten und in Stunde 3 und 4 messen
  • Basalinsulin: Injektion entsprechend versäumter Basaldosis vornehmen
  • Körperliche Anstrengung: BZ vor, während und nach der Aktivität messen; nach großer Anstrengung 24 Stunden lang genau überwachen. Dosis/Dosen (Basal und Bolus) entsprechend senken
  • Bolusinsulin: Injizieren (oder Pumpe wieder anschließen/Bolus abgeben), um die Kohlenhydrate basierend auf BZ-Wert und Insulin-/Kohlenhydratfaktor auszugleichen. Injizieren (oder Pumpe wieder anschließen/Bolus abgeben), um hohen BZ gemäß Korrekturformel auszugleichen. Wenn BZ höher als 13 mmol/l (234 mg/dl) ist, Ketone messen.

 

Über Nacht

  • Messen: Blutzucker (BZ) vor dem Schlafengehen messen und Alarm so einstellen, dass alle 3 bis 4 Stunden gemessen wird
  • Basalinsulin: Alle 4 Stunden entsprechend versäumter Basaldosis injizieren
  • Körperliche Anstrengung: BZ vor, während und nach der Aktivität messen; nach großer Anstrengung 24 Stunden lang genau überwachen. Dosis/Dosen (Basal und Bolus) entsprechend senken
  • Bolusinsulin: Injizieren (oder Pumpe wieder anschließen/Bolus abgeben), um die Kohlenhydrate basierend auf BZ-Wert und Insulin-/Kohlenhydratfaktor auszugleichen. Injizieren (oder Pumpe wieder anschließen/Bolus abgeben), um hohen BZ gemäß Korrekturformel auszugleichen. Wenn BZ höher als 13 mmol/l (234 mg/dl) ist, Ketone messen.

 

Bis zu 24 Stunden (oder länger)

  • Messen: Blutzucker (BZ) vor den Mahlzeiten, alle 3 bis 4 Stunden und vor dem Schlafengehen messen
  • Basalinsulin: Alle 4 Stunden entsprechend versäumter Basaldosis injizieren
  • Körperliche Anstrengung: BZ vor, während und nach der Aktivität messen; nach großer Anstrengung 24 Stunden lang genau überwachen. Dosis/Dosen (Basal und Bolus) entsprechend senken
  • Bolusinsulin: Injizieren (oder Pumpe wieder anschließen/Bolus abgeben), um die Kohlenhydrate basierend auf BZ-Wert und Insulin-/Kohlenhydratfaktor auszugleichen. Injizieren (oder Pumpe wieder anschließen/Bolus abgeben), um hohen BZ gemäß Korrekturformel auszugleichen. Wenn BZ höher als 13 mmol/l (234 mg/dl) ist, Ketone messen.

 

Länger als einen Tag

  • Messen: Für eine optimale Einstellung wird eine häufige BZ-Messung empfohlen
  • Basalinsulin: Zur Vereinfachung kann Ihr Arzt länger wirksames Insulin statt des kurz wirksamen Insulins verordnen
  • Körperliche Anstrengung: BZ vor, während und nach der Aktivität messen; nach großer Anstrengung 24 Stunden lang genau überwachen. Dosis/Dosen (Basal und Bolus) entsprechend senken
  • Bolusinsulin: Injizieren (oder Pumpe wieder anschließen/Bolus abgeben), um die Kohlenhydrate basierend auf BZ-Wert und Insulin-/Kohlenhydratfaktor auszugleichen. Injizieren (oder Pumpe wieder anschließen/Bolus abgeben), um hohen BZ gemäß Korrekturformel auszugleichen. Wenn BZ höher als 13 mmol/l (234 mg/dl) ist, Ketone messen.

Diese Internetseite richtet sich nur an Erwachsene. Der Inhalt und alle Informationen, die auf dieser Internetseite zur Verfügung gestellt werden, sind ausschließlich zu Ihrer Information gedacht und ersetzen nicht das persönliche Gespräch mit Ihrem Arzt, Ihre Diagnose oder Behandlung in jedweder Art. Bitte beachten Sie auch, dass die Patientengeschichten auf dieser Internetseite individuell erlebte Erfahrungen einzelner Patienten zeigen. Die Erfahrungen und Ergebnisse einzelner Personen sind von verschiedenen Faktoren abhängig und können von Patient zu Patient unterschiedlich sein und abweichen. Wenden Sie sich also für Informationen zur Diagnose und Behandlung immer an Ihren Arzt und stellen Sie sicher, dass Sie die, von Ihrem Arzt erhaltenen Informationen, verstanden haben und diese stets befolgen. Medtronic übernimmt keinerlei Haftung oder Verantwortung für möglichen Missbrauch oder Schäden, die tatsächlich oder angeblich, direkt oder indirekt durch die Informationen, die auf dieser Webseite enthalten sind, verursacht werden. Für eine Auflistung von Indikationen, Kontraindikationen, Vorsichtmaßnahmen, Warnungen oder möglichen Nebenwirkungen wenden Sie sich bitte an die Bedienungsanleitung der Produkte.

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Veo ist ein Warenzeichen und MiniMed, BolusExpert, SMARTGUARD, Guardian, Enlite, MiniLink und CareLink sind eingetragene Warenzeichen von Medtronic MiniMed, Inc. und Ihren Tochtergesellschaften. CONTOUR ist ein eingetragenes Warenzeichen von Ascensia Diabetes Care.