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Service

Fragen & Antworten zu den Medtronic Insulinpumpen

WELCHE SYSTEMSPRACHEN SIND FÜR DIE MINIMED 640G INSULINPUMPE VERFÜGBAR?

In den Einstellungen der MiniMed 640G können Sie zwischen folgenden Systemsprachen wählen:

  1. Arabisch
  2. Chinesisch
  3. Dänisch
  4. Deutsch
  5. Englisch
  6. Finnisch
  7. Französisch
  8. Griechisch
  9. Hebräisch
  10. Ungarisch
  11. Italienisch
  12. Japanisch
  13. Norwegisch
  14. Polnisch
  15. Portugiesisch
  16. Russisch
  17. Slowakisch
  18. Slowenisch
  19. Spanisch
  20. Schwedisch
  21. Türkisch
  22. Tschechisch
  23. Niederländisch

 

KÖNNEN MRT ODER RÖNTGENAPPARATE DAS SYSTEM BESCHÄDIGEN?

Bei einem MRT-Scan werden sehr starke Magnetfelder und Funkwellen eingesetzt, um Organe und Strukturen im Inneren des Körpers abzubilden. Diese starken Magnetfelder können Ihre Pumpe beschädigen und sie magnetisch anziehen. Infusionssets mit nicht metallischen Kanülen können bedenkenlos im Körper verbleiben.

Wenn Sie sich einer Magnetresonanztomografie (MRT), einer Röntgenuntersuchung, einer Computertomografie (CT) oder einer Diathermiebehandlung unterziehen oder anderen Strahlungsarten aussetzen müssen, müssen Sie die Pumpe, den Transmitter und den Glukosesensor ablegen, bevor Sie den Raum betreten, in dem die Untersuchung oder Behandlung stattfinden soll.

 

DIE INSULINPUMPE IST NACH SCHUTZART GEGEN WASSER GESCHÜTZT, WARUM EMPFEHLEN SIE IHREN KUNDEN, DIE INSULINPUMPE WÄHREND SÄMTLICHER WASSERSPORTAKTIVITÄTEN ABZUNEHMEN?

MiniMed 640G Insulinpumpe

Da die MiniMed 640G Insulinpumpe wasserfest ist, ist es unwahrscheinlich, dass Wasser die Pumpe beschädigen würde. Dennoch sollten Sie Ihre Pumpe regelmäßig nach möglichen Rissen untersuchen, bevor Sie diese dem Wasser aussetzen. Insbesondere wenn Ihre Pumpe heruntergefallen ist oder Sie annehmen, dass Ihre Pumpe beschädigt ist. Ihre Pumpe ist nicht wasserfest, wenn das Gehäuse beschädigt ist. Wenn Sie befürchten, dass Wasser in Ihre Pumpe gedrungen ist oder Sie andere mögliche Fehlfunktionen beobachtet haben, kontaktieren Sie die Medtronic 24-Stunden Hotline unter 0820 820 190.

MiniMedVeo Insulinpumpe

Unsere MiniMed Veo Insulinpumpen sind nach Schutzart IPX7 gegen Eindringen von Wasser geschützt. Das heißt, sie halten einem versehentlichen Eintauchen in Wasser oder Wasserspritzern stand, sollten aber nicht vollständig in Wasser eingetaucht werden.

 

WAS KANN ICH MACHEN, WENN INSULIN, SCHWEISS, WASSER ODER ANDERE FLÜSSIGKEITEN AN MEINE PUMPE GEKOMMEN SIND?

Ihre Insulinpumpe kann einem versehentlichen Kontakt mit Flüssigkeiten, einschließlich Insulin und Wasser, standhalten. Wenn Ihre Insulinpumpe in Kontakt mit Insulin gekommen ist, befolgen Sie bitte die gleichen Schritte, die bei einem versehentlichen Wasserkontakt zu befolgen sind:

  • Tupfen Sie die Gehäuseaußenseite ab, bis das Gehäuse trocken ist.
  • Öffnen Sie das Reservoirfach und kontrollieren Sie das Reservoirfach, sowie das Reservoir auf Feuchtigkeit. Trocknen Sie das Reservoirfach schnellstmöglich. Flüssigkeiten wie Wasser oder Insulin können schädigend auf den Pumpenmechanismus wirken.
  • Trocknen Sie das Reservoir vollständig – Setzen Sie niemals ein feuchtes Reservoir in die Pumpe ein.
  • Verwenden Sie zum Trocknen der Pumpe keinesfalls heiße Luft und keinen Fön. Dies kann zu Beschädigungen der elektronischen Pumpenbauteile führen.
  • Kontrollieren Sie das Batteriefach und die Batterie – sollten diese feucht sein, so lassen Sie sie vor dem erneuten Verwenden der Pumpe vollständig trocknen.
  • Führen Sie einen Selbsttest durch (Menü Zusatzfunktionen).

Falls Sie die Pumpe nahe am Körper tragen, bitte die Pumpe durch geeignete Taschen – das kann auch eine Babysocke sein – vor dauernder Feuchtigkeit durch Schweiß schützen. Dazu bieten wir auch diverse Taschen an, bestimmt ist auch was für Sie dabei.

 

WAS MACHE ICH, WENN MEINE INSULINPUMPE HERUNTERGEFALLEN IST?

Überprüfen Sie bitte die folgenden Punkte:

  • Vergewissern Sie sich, dass sämtliche Verbindungen noch fest sind. Kontrollieren Sie Display, Tastenfeld und Pumpengehäuse auf Risse und andere Schäden.
  • Prüfen Sie das Infusionsset einschließlich des Konnektors und der Schlauchleitung auf Risse und andere Schäden.
  • Prüfen Sie die Statusanzeige. Kontrollieren Sie die Basalraten und die anderen Pumpeneinstellungen.
  • Führen Sie einen Selbsttest (Menü Zusatzfunktionen) durch.

Wenden Sie sich an die Medtronic 24-Stunden Hotline unter 0820 820 190, wenn Sie Unterstützung benötigen.

 

WAS IST, WENN ICH DIE INSULINPUMPE EINMAL ABLEGEN WILL (PUMPENPAUSE)?

Wenn Sie den Tag am Strand verbringen oder einfach so eine “Pumpenpause” einlegen möchten, können Sie sich die dafür notwendige Rückkehr zum Insulinpen dadurch vereinfachen, dass Sie vorher einen entsprechenden Plan machen. Nachfolgend finden Sie einige Richtlinien, die Sie und Ihr Diabetesteam bei der Erstellung eines solchen Plans unterstützen können.

Hinweis: Bei diesen Richtlinien gehen wir davon aus, dass Sie weiterhin Ihr Pumpeninsulin (meistens kurzwirksames Humalog® oder NovoRapid®) benutzen, es sich aber selbst injizieren.

Bis zu 1 Stunde

  • Messen: Blutzucker (BZ) vor dem Ablegen messen
  • Basalinsulin: Keine Injektionen erforderlich
  • Körperliche Anstrengung: BZ vor, während und nach der Aktivität messen; nach großer Anstrengung 24 Stunden lang genau überwachen. Dosis/Dosen (Basal und Bolus) entsprechend senken
  • Bolusinsulin: Injizieren (oder Pumpe wieder anschließen/Bolus abgeben), um die Kohlenhydrate basierend auf BZ-Wert und BE/KE-Faktor auszugleichen. Injizieren (oder Pumpe wieder anschließen/Bolus abgeben), um hohen BZ gemäß Korrekturformel auszugleichen. Wenn BZ > 13 mmol/l (234 mg/dl), Ketone messen.

Bis zu 4 Stunden

  • Messen: Blutzucker (BZ) vor dem Ablegen, vor Mahlzeiten und in Stunde 3 und 4 messen
  • Basalinsulin: Injektion entsprechend versäumter Basaldosis vornehmen
  • Körperliche Anstrengung: BZ vor, während und nach der Aktivität messen; nach großer Anstrengung 24 Stunden lang genau überwachen. Dosis/Dosen (Basal und Bolus) entsprechend senken
  • Bolusinsulin: Injizieren (oder Pumpe wieder anschließen/Bolus abgeben), um die Kohlenhydrate basierend auf BZ-Wert und BE/KE-Faktor auszugleichen. Injizieren (oder Pumpe wieder anschließen/Bolus abgeben), um hohen BZ gemäß Korrekturformel auszugleichen. Wenn BZ höher als 13 mmol/l (234 mg/dl) ist, Ketone messen.

Über Nacht

  • Messen: Blutzucker (BZ) vor dem Schlafengehen messen und Alarm so einstellen, dass alle 3 bis 4 Stunden gemessen wird
  • Basalinsulin: Alle 4 Stunden entsprechend versäumter Basaldosis injizieren
  • Körperliche Anstrengung: BZ vor, während und nach der Aktivität messen; nach großer Anstrengung 24 Stunden lang genau überwachen. Dosis/Dosen (Basal und Bolus) entsprechend senken
  • Bolusinsulin: Injizieren (oder Pumpe wieder anschließen/Bolus abgeben), um die Kohlenhydrate basierend auf BZ-Wert und BE/KE-Faktor auszugleichen. Injizieren (oder Pumpe wieder anschließen/Bolus abgeben), um hohen BZ gemäß Korrekturformel auszugleichen. Wenn BZ höher als 13 mmol/l (234 mg/dl) ist, Ketone messen.

Bis zu 24 Stunden (oder länger)

  • Messen: Blutzucker (BZ) vor den Mahlzeiten, alle 3 bis 4 Stunden und vor dem Schlafengehen messen
  • Basalinsulin: Alle 4 Stunden entsprechend versäumter Basaldosis injizieren
  • Körperliche Anstrengung: BZ vor, während und nach der Aktivität messen; nach großer Anstrengung 24 Stunden lang genau überwachen. Dosis/Dosen (Basal und Bolus) entsprechend senken
  • Bolusinsulin: Injizieren (oder Pumpe wieder anschließen/Bolus abgeben), um die Kohlenhydrate basierend auf BZ-Wert und BE/KE-Faktor auszugleichen. Injizieren (oder Pumpe wieder anschließen/Bolus abgeben), um hohen BZ gemäß Korrekturformel auszugleichen. Wenn BZ höher als 13 mmol/l (234 mg/dl) ist, Ketone messen.

Länger als einen Tag

  • Messen: Für eine optimale Einstellung wird eine häufige BZ-Messung empfohlen
  • Basalinsulin: Zur Vereinfachung kann Ihr Arzt länger wirksames Insulin statt des kurz wirksamen Insulins verordnen
  • Körperliche Anstrengung: BZ vor, während und nach der Aktivität messen; nach großer Anstrengung 24 Stunden lang genau überwachen. Dosis/Dosen (Basal und Bolus) entsprechend senken
  • Bolusinsulin: Injizieren (oder Pumpe wieder anschließen/Bolus abgeben), um die Kohlenhydrate basierend auf BZ-Wert und BE/KE-Faktor auszugleichen. Injizieren (oder Pumpe wieder anschließen/Bolus abgeben), um hohen BZ gemäß Korrekturformel auszugleichen. Wenn BZ höher als 13 mmol/l (234 mg/dl) ist, Ketone messen.

Wenn Sie Fragen zum Diabetes-Management ohne Pumpe haben, sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber. Wenn Sie Fragen zu Funktionen der Medtronic Diabetes-Insulinpumpe haben, wenden Sie sich bitte an die Medtronic 24-Stunden Hotline unter 0820 820 190.

Verweis: Humalog ist eine eingetragene Marke von Eli Lilly and Company. NovoRapid ist eine eingetragene Marke von Novo Nordisk A/S.

 

WELCHE UTENSILIEN BRAUCHE ICH FÜR KRANKHEITSTAGE?

Folgende Utensilien usw. sollten Sie im Haus haben und beim Verlassen des Hauses mit sich führen:

  • Zuckerhaltige Flüssigkeiten (Fruchtsaft, gesüßten Tee und Traubenzucker) als Ersatz für feste Speisen.
  • Zuckerfreie Flüssigkeiten als Ersatz für Flüssigkeitsverlust (Diätgetränke, Brühe, Wasser)
  • Fieberthermometer
  • Zuckerfreie Medikamente gegen Fieber, Husten, Verstopfung, Übelkeit und Erbrechen.
  • Zusätzliche Messstreifen für die Bestimmung von Blutzucker und Urinketonspiegel.
  • Glukagon-Notfall-Set für die Behandlung schwerer Hypoglykämien.

 

WAS MUSS ICH BEACHTEN, WENN ICH KRANK BIN?

Wenn man krank ist, ist es schwierig, sich auch noch um seinen Diabetes zu kümmern. Wenn Sie sehr krank und nicht in der Lage sind sich um den Diabetes zu kümmern, sollten Sie einen Freund oder ein Familienmitglied um Hilfe bitten. Wenn das nicht möglich ist, bitten Sie Ihr Diabetesteam um Unterstützung.

Während einer Erkrankung oder Infektion müssen Sie Ihren Blutzucker und den Urinketonspiegel häufiger messen als üblich. Durch Erkrankung und Infektion wird der Körper zusätzlich belastet, was vielfach zu einem Anstieg des Blutzuckers führt. Die Insulinpumpe ermöglicht es Ihnen, durch Anpassung der entsprechenden Einstellungen schnell und einfach auf erkrankungs- und infektionsbedingte Veränderungen des Blutzuckers zu reagieren. Auch wenn Sie keine Nahrung aufnehmen können, benötigen Sie Insulin. Ihren Blutzuckermesswerten können Sie entnehmen, ob Ihre Basalrate ausreichend ist, um dem aktuellen Insulinbedarf Ihres Körpers zu genügen. Eventuell müssen Sie sich öfter als üblich einen Korrekturbolus zuführen oder die Basalrate erhöhen oder beides.

Tipps für Krankheitstage

  • Bestimmen Sie rund um die Uhr alle 2 Stunden Ihren Blutzucker und den Urinketonspiegel.
  • Bestimmen Sie bei jedem Wasserlassen Ihren Urinketonspiegel.
  • Dokumentieren Sie die Ergebnisse Ihrer Blutzucker- und Urinketonbestimmungen, die Medikation, Ihre Körpertemperatur und alle sonstigen Symptome.
  • Wenn Ihr Blutzucker bei oder über 14 mmol/l (250 mg/dl) liegt und wenn der Urinketonspiegel mittelmäßig oder hoch ist, verabreichen Sie sich einen Insulinbolus.
  • Denken Sie daran, dass bei erhöhtem Urinketonspiegel die Zufuhr von zusätzlichem Insulin und von Flüssigkeit selbst dann erforderlich ist, wenn der Blutzucker innerhalb Ihres Zielbereichs liegt.

Wenden Sie sich bei Erbrechen an Ihren Diabetologen, Hausarzt oder Diabetesberater, damit Sie zur Vermeidung einer diabetischen Ketoazidose eine angemessene Behandlung mit Flüssigkeiten und Insulin erhalten.

 

WAS MUSS ICH BESONDERS BEI FERNREISEN UND REISEN IN DIE USA BEACHTEN?

Während eines Langstreckenflugs sollten Sie öfters aufstehen und umhergehen, sowie viel Wasser trinken. So können Sie der Bildung von Blutgerinnseln vorbeugen, die sowohl bei Menschen mit als auch ohne Diabetes auftreten können.

Durch Stress oder außergewöhnliche Aktivitäten oder anderes Essen kann Ihr Blutzuckerspiegel zu hoch oder zu niedrig sein. Prüfen Sie deshalb Ihren Blutzuckerspiegel häufiger als üblich.

Reisen in den USA

  • In den USA ist eine Bestätigung des Arztes kein ausreichender Nachweis mehr für eine medizinische Notwendigkeit, wenn Sie Spritzen mit sich führen. Um mit Spritzen und anderem Zubehör für die Insulinverabreichung im Handgepäck ein Flugzeug besteigen zu dürfen, müssen Sie ein Insulinfläschchen mit einem professionellen, pharmazeutischen, gedruckten Etikett vorweisen können, aus dem das Medikament eindeutig hervorgeht. Hier werden keine Ausnahmen gemacht. Wenn sich die Verordnungsinformationen außen auf dem Umkarton der Insulinfläschchen befinden, müssen Sie diesen ebenfalls dabei haben.
  • In den USA müssen Sie auch für Inlandsflüge 2 Stunden vor dem Start zum Einchecken auf dem Flughafen sein, um alle Sicherheitsprüfungen rechtzeitig zu durchlaufen.
  • In den USA müssen Sie das Sicherheitspersonal darüber informieren, dass Sie Diabetes haben, eine Pumpe tragen und Zubehör mit sich führen.

 

WIE PASSE ICH DIE BASALRATEN BEI ZEITVERSCHIEBUNG AN?

Es gibt kein Patentrezept für die Anpassung der Basalraten, wenn Sie mehrere Zeitzonen überschreiten. Beraten Sie sich bei der Planung mit Ihrem Diabetesteam über Ihre Reiseroute und die Anpassungen, die Sie vornehmen sollten.

Vergessen Sie nicht, immer eine Liste mit Ihren Basalraten und den anderen Pumpeneinstellungen mit sich zu führen. Dazu könnten Sie zum Beispiel die CareLink Software nutzen. Dort können Sie sich den Bericht “Geräteeinstellungen” als PDF abspeichern.

Es ist sehr wichtig, dass Sie die Zeit auf die Zeit in Ihrem Reiseland umstellen, da sich Ihre Basalraten für nachts eventuell von den Basalraten für tagsüber stark unterscheiden. Wenn Sie die Zeit nicht umstellen, können Sie tagsüber zu viel Insulin und nachts zu wenig Insulin bekommen. Das kann gefährliche Auswirkungen haben. Besprechen Sie sich daher bitte vor Reiseantritt mit Ihrem Diabetesteam.

 

AN WAS MUSS ICH ALLES DENKEN, WENN ICH AUF REISEN GEHE?

Ihre Pumpe macht es Ihnen einfacher, auch auf Reisen eine gute Stoffwechseleinstellung aufrechtzuerhalten. Mahlzeiten außer der Reihe, Mahlzeiten, die größer oder kleiner als üblich sind oder Mahlzeiten, für die Sie sich mehr Zeit nehmen möchten als sonst – für alle diese Fälle können Sie einen Bolus einstellen.

Sie können Ihre Pumpe auch an Veränderungen gegenüber Ihrem üblichen Aktivitätsgrad einstellen, beispielsweise, wenn Sie später ins Bett gehen als üblich.

Wie Sie sich am besten auf die Reise vorbereiten und was Sie mitnehmen müssen, hängt davon ab, wohin die Reise geht und wie lange sie dauern wird. Für einen kurzen Inlandsflug und einen Urlaub im eigenen Land sind andere Vorbereitungen erforderlich als für einen Langstreckenflug mit Zeitverschiebung.

Reisecheckliste:

  • Ersatzbatterien für die Pumpe
  • Insulin (und die passenden Lagerungsbehälter)
  • Pumpenutensilien
  • Insulin-Pen oder -Spritzen
  • Keton-Teststreifen
  • Glukagon-Notfallset
  • Ausrüstung für Blutzuckermessung
  • Kohlenhydrate gegen Hypos und einfach zu transportierende Notrationen wie Müsliriegel

Bedenken Sie außerdem Folgendes:

  • Notieren Sie sich die Kontaktdaten Ihres Arztes und des Diabetesteams sowie eines Diabetes-Dienstes im Reiseland
  • Ärztliche Bescheinigung für Insulinpumpenträger (zur Vorlage an Flughäfen)
  • Tragen Sie einen Patientenausweis bei sich, der darüber informiert, dass Sie Diabetes haben und eine Insulinpumpe tragen
  • Nehmen Sie Medikamente gegen Durchfall und Übelkeit mit
  • Nehmen Sie die Bedienungsanleitung für Ihre Pumpe und eine Liste aller Pumpeneinstellungen mit (Tipp: PDF-Dokumente auf mobilem Gerät speichern z.B. Bedienungsanleitung und CareLinkTM Bericht „Geräteeinstellungen“)
  • Wenn Sie ins Ausland reisen, notieren Sie sich nützliche Sätze in der Landessprache wie: “Ich habe Diabetes, bitte geben Sie mir Zucker oder etwas zu essen.”
  • Prüfen Sie, ob Sie Ihre Utensilien und Vorräte problemlos in das Reiseland einführen dürfen.

Wenn Sie aus dem Ausland die 24-Stunden Hotline für technische Notfälle anrufen möchten, nutzen Sie bitte folgende Rufnummer: +49 2159 8149 370.

Auf Flugreisen sollten Sie Ihre Medikamente, Snacks, die Pumpenutensilien und die Bestätigung Ihres Arztes immer in Ihrem Handgepäck bei sich tragen. Dies ist sehr wichtig, denn Ihr aufgegebenes Gepäck kann verloren gehen oder Sie können durch ungeplante Aufenthalte länger unterwegs sein als vorgesehen. Außerdem kann Insulin in aufgegebenen Gepäckstücken extremen Temperaturen (oft unter dem Gefrierpunkt) ausgesetzt sein.

Es hat sich als sinnvoll erwiesen, doppelt so viel von allen Utensilien und Verbrauchsmaterialien mitzunehmen, wie Sie eigentlich für die Reise benötigen würden, um gegen unvorhersehbare Ereignisse gewappnet zu sein.

Wenn Sie Pumpenutensilien im Ausland kaufen müssen, können diese erheblich teurer sein, und einige Produkte sind nicht in jedem Land erhältlich. Wenden Sie sich lieber erst an unseren Kundenservice vor Ort, um unliebsame Überraschungen zu vermeiden.

 

WIRD MEINE INSULINPUMPE DURCH DIE ELEKTROMAGNETISCHE STRAHLUNG AM FLUGHAFEN, MRT, INDUKTIONSHERD ODER VON COMPUTERN, HANDYS ODER AUFNAHMEGERÄTEN GESTÖRT?

Vermeiden Sie es, Ihre Insulinpumpe einem starken Magnetfeld auszusetzen, wie es beispielsweise bei einem Magnetresonanztomografen (MRT) oder bei einem Ganzkörperscanner am Flughafen der Fall ist.

Ihre Pumpe sollte weder dem Ganzkörperscanner noch dem Durchleuchtungssystem ausgesetzt werden, mit dem am Flughafen Ihr Gepäck kontrolliert wird. Wenn Sie durch den Ganzkörperscanner gehen wollen, müssen Sie das Infusionsset vorher abtrennen und die Insulinpumpe und das CGM-System (Sensor und Transmitter) entfernen. Wenn Sie die Geräte nicht abnehmen wollen, bitten Sie um eine andere Form der Untersuchung ohne Röntgendurchleuchtung. Sollten Sie eine Urlaubspumpe mit sich führen, vermeiden Sie bitte auch hier den Kontakt von Röntgenstrahlen. Die stationären und mobilen Metalldetektoren, die bei der Sicherheitsüberprüfung am Flughafen eingesetzt werden, sind kein Problem für Deine Insulinpumpe, das Infusionsset, das Reservoir und das CGM-System.

Setzen Sie Ihre Pumpe nicht dem Einfluss von Permanentmagneten (z. B. Pumpenetui mit magnetischem Klappenverschluss) aus. Der Einfluss eines Permanentmagneten kann den Motor in der Pumpe stören. Bitte vermeiden Sie auch das Tragen eines Magnetarmbands.

Umfassende Prüfungen haben jedoch gezeigt, dass die Funktionsfähigkeit Ihrer Insulinpumpe durch andere Geräte mit Magnetfeldern wie Metalldetektoren am Flughafen, elektronische Überwachungsgeräte und Mobiltelefone nicht beeinträchtigt wird.

Zwar können Mobiltelefone, schnurlose Telefone und andere mobile Geräte die Kommunikation von Ihrem Blutzuckermessgerät/Transmitter zu Ihrer Insulinpumpe stören, aber durch diese Störungen werden keine fehlerhaften Daten erzeugt und sie schaden weder Ihrer Pumpe noch dem Messgerät. Sie können die Kommunikation wiederherstellen, indem Sie die anderen drahtlosen Geräte abschalten.

 

WAS MUSS ICH BEACHTEN, WENN ICH AUF (FLUG-)REISEN GEHE?

MiniMed640G Insulinpumpe

Auf Flugreisen können Sie Ihre Insulinpumpe wie üblich benutzen. Wenn Sie außerhalb der Europäischen Union reisen, prüfen Sie vorher, ob die von der Pumpe benutzte Funkfrequenz (vgl. Bedienungsanleitung) den Vorschriften Ihres Reiseziels entspricht.

Wenn Sie die kontinuierliche Glukosemessung (CGM) der Pumpe nutzen, unterliegt die Pumpe den internationalen Normen und den Vorschriften der amerikanischen FCC (Federal Communications Commission), gemäß denen in Flugzeugen keine drahtlosen Geräte aktiv sein dürfen. Deswegen müssen Sie den Guardian 2 Link Transmitter vom Glukosesensor trennen. Bitte beachten Sie, dass es nicht ausreicht, die CGM-Funktion abzuschalten, weil der Guardian 2 Link Transmitter weiterhin Funksignale abgibt, solange er nicht vom Glukosesensor getrennt wurde. Wenn Sie während des Flugs Ihren Blutzuckerspiegel messen müssen, müssen Sie dies manuell mit Ihrem Blutzuckermessgerät tun.

Zusätzlich muss die Übertragung der BZ-Messwerte vom Contour Next Link 2.4 zur MiniMed 640G unterbrochen werden. Dies erfolgt auch durch das Aktivieren des Flugmodus. BZ-Werte können mit eingeschaltetem Flugmodus weiterhin gemessen werden, sie werden jedoch nicht an die Pumpe übertragen. Die BZ-Werte können stattdessen manuell in die Pumpe eingegeben werden (z.B. zur Nutzung des BolusExpert).

MiniMedVeoInsulinpumpe

Auf Flugreisen können Sie Ihre Insulinpumpe wie üblich benutzen. Wenn Sie außerhalb der Europäischen Union reisen, prüfen Sie vorher, ob die von der Pumpe benutzte Funkfrequenz (vgl. Bedienungsanleitung) den Vorschriften Ihres Reiseziels entspricht.

Wenn Sie die kontinuierliche Glukosemessung (CGM) der Pumpe nutzen, unterliegt die Pumpe den internationalen Normen und den Vorschriften der amerikanischen FCC (Federal Communications Commission), gemäß denen in Flugzeugen keine drahtlosen Geräte aktiv sein dürfen. Deswegen müssen Sie den MiniLink™ Transmitter vom Glukosesensor trennen. Bitte beachten Sie, dass es nicht ausreicht, die CGM-Funktion abzuschalten, weil der MiniLink Transmitter weiterhin Funksignale abgibt, solange er nicht vom Glukosesensor getrennt wurde. Wenn Sie während des Flugs Ihren Blutzuckerspiegel messen müssen, müssen Sie dies manuell mit Ihrem Blutzuckermessgerät tun.

 

IST MEINE INSULINPUMPE WASSERDICHT? KANN ICH DAMIT SCHWIMMEN, DUSCHEN ODER BADEN?

MiniMed640G Insulinpumpe

Wenn Reservoir und Schlauch ordnungsgemäß an Ihrer MiniMed 640G Insulinpumpe angeschlossen sind, ist sie wasserdicht (zum Zeitpunkt der Auslieferung, Schutzgrad IPX8, wasserfest) bis zu einer Tiefe von 3,6 Metern und einer Dauer von 24 Stunden.

Da Ihre Pumpe wasserdicht ist, ist es unwahrscheinlich, dass Spritzwasser oder ein Eintauchen in Wasser zu einem Wasserschaden führen. Sollte Ihre Pumpe heruntergefallen sein oder sollten Sie den Verdacht haben, dass Ihre Pumpe beschädigt ist, sollten Sie Ihre Pumpe – bevor Sie sie Wasser aussetzen – sorgfältig untersuchen, um sicherzustellen, dass sie keine Risse aufweist. Wenn die Pumpe Risse hat, ist sie nicht wasserdicht.

Wenn Sie vermuten, dass Wasser in Ihre Pumpe eingedrungen ist, oder wenn Sie einen anderen möglichen Pumpenfehler feststellen, so kontrollieren Sie zunächst Ihren Blutzucker und behandeln bei Bedarf einen überhöhten Blutzucker gemäß den Anweisungen Ihres Arztes. Nehmen Sie Kontakt zu Medtronic auf, wenn Sie weitere Hilfe benötigen. Nehmen Sie immer Kontakt mit Ihrem Arzt auf, wenn Sie einen übermäßig hohen oder niedrigen Blutzucker feststellen oder wenn Sie eine Frage zu Ihrer Behandlung haben.

MiniMedVeoInsulinpumpe

Die MiniMed Veo Insulinpumpe ist vor Spritzwasser geschützt, deswegen wird die MiniMed Veo weiterhin als wasserbeständig, nicht wasserdicht/wasserfest bezeichnet (Schutzart IXP7: Schutz gegen zeitweiliges Untertauchen in einer Tiefe bis zu einem Meter und einer Dauer von 30 Minuten).

Wir empfehlen den Nutzern der MiniMed Veo, die Pumpe nicht absichtlich in Wasser einzutauchen. Vor Wassersportaktivitäten können Sie Ihrer Pumpe leicht vom Körper trennen. Wenn Sie die Pumpe vor Wassersportaktivitäten abtrennen, achten Sie darauf, die Pumpe vor Wasser geschützt zu lagern. Sie können Ihre Insulinpumpe bis zu eine Stunde lang abnehmen, ohne Insulin spritzen zu müssen. Wenn Sie die Pumpe länger als eine Stunde abtrennen, müssen Sie sich das Insulin auf anderem Wege zuführen. Sie können sich kurzwirksames Insulin injizieren oder die Pumpe für einen Bolus wieder anschließen (weitere Informationen finden Sie unter Richtlinien für das zeitweilige Ablegen). Messen Sie Ihren Blutzuckerspiegel, nachdem Sie die Pumpe wieder angeschlossen haben.

 

WAS GEBEN DIE PFEILE FÜR DIE ÄNDERUNGSRATEN / TRENDPFEILE AN?

MiniMed640G


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Bild: Beispiel für Sensorinformationen in der Ausgangsanzeige

Die obige Sensorinformation sagt Ihnen, dass Ihr aktueller SG-Wert 100 mg/dl (5,6 mmol/l) beträgt. In der Grafik können Sie sehen, dass Ihr SG-Wert sinkt. Über dem SG-Wert werden außerdem die Pfeile angezeigt. Diese Pfeile geben an, wie schnell Ihr SG-Wert ansteigt oder abfällt:


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MiniMed Veo

Bild: Beispiel für Sensorinformationen in der Ausgangsanzeige

Die obige Sensorinformation sagt Ihnen, dass Ihr aktueller SG-Wert 108 mg/dl (5,6 mmol/l) beträgt. In der Grafik können Sie sehen, dass Ihr SG-Wert steigt. Neben dem SG-Wert werden außerdem die Pfeile angezeigt. Diese Pfeile geben an, wie schnell Ihr SG-Wert ansteigt oder abfällt:


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WIE KANN ICH MEINE GRENZWERTE BZW. ALARME / MELDUNGEN BEI DER MINIMED 640G FÜR CGM SINNVOLL EINSTELLEN?

Sie sollten sich für Ihre individuellen Grenzwerte in jedem Fall an Ihren behandelnden Diabetologen wenden. Dies sind die Empfehlungen von Medtronic:


alarm

 

BEI WELCHEN PATIENTEN IST DER EINSATZ EINER SENSORUNTERSTÜTZTEN PUMPENTHERAPIE (SUP) SINNVOLL? WELCHE INDIKATION MUSS MAN HABEN?

Sehr viele Patienten können von einer sensorunterstützen Pumpentherapie profitieren – insbesondere Typ-1-Diabetiker mit folgenden Indikationen*:

  • Hypoglykämien:
    • häufige schwere Hypoglykämien (mit Notwendigkeit für Fremdhilfe)
    • schwere nächtliche Hypoglykämien
    • nachgewiesene Hypoglykämiewahrnehmungsstörungen
  • unbefriedigende Stoffwechselkontrolle, wenn trotz Nutzung aller zur Verfügung stehenden Therapieformen (auch CSII), guter Compliance und Ausschluss schwerer psychologisch-psychiatrischer Störungen der angestrebte HbA1c-Wert nicht erreicht wird
  • vor/während Schwangerschaft mit unbefriedigender Stoffwechselkontrolle unter Einsatz konventioneller Therapieformen
  • Notwendigkeit von mehr als 10 Blutzuckermessungen täglich zur Erreichung des angestrebten Stoffwechselkontrollziels

*Quelle: Kontinuierliche Glukosemessung (CGM) in der Gewebeflüssigkeit. Wissenschaftliche Bewertung von CGM und medizinische Beurteilung des Nutzens für die Diabetestherapie, AGDT DDG-DiabetesDE-Positionspapier. 20.01.2010, Liebl A et. al für die AGDT. Kontinuierliches Glukosemonitoring (CGM): Evidenz und Konsensus- Statement für den klinischen Einsatz.

CGM_Konsens_DSH201201.pdf  (.pdf )

KANN EINE SENSORUNTERSTÜTZTE PUMPENTHERAPIE MIT HYPO-ABSCHALTUNG DABEI HELFEN, UNTERZUCKERUNGEN VORZUBEUGEN?

Eine in Australien durchgeführte Untersuchung wurde bei fast 100 Kindern und Erwachsenen mit Typ-1-Diabetes und einer Hypoglykämie-Wahrnehmungsstörung die Wirksamkeit einer sensorunterstützten Pumpentherapie plus Hypo-Abschaltung mit einer herkömmlichen Insulinpumpentherapie (CSII-Therapie) verglichen. Das Ergebnis: Unter der Kombination aus sensorunterstützter Pumpentherapie und Hypo-Abschaltung trat in einem sechsmonatigen Beobachtungszeitraum keine einzige schwere Hypoglykämie auf – auch leichte Hypoglykämien wurden deutlich seltener beobachtet. Die Autoren der Studie folgern, dass die Hypo-Abschaltung eine sichere Option bei Kindern und Erwachsenen mit Typ-1-Diabetes ist.

(Studienquelle: Ly TT et al. JAMA 2013; 310: 1240-1247)

WAS IST DER UNTERSCHIED ZWISCHEN “UNTERBRECHEN VOR NIEDRIG”, “WARNMELDUNG VOR NIEDRIG”, “UNTERBRECHEN BEI NIEDRIG” UND “WARNMELDUNG BEI NIEDRIG” BEI DER MINIMED 640G INSULINPUMPE?

Mit SmartGuard™ können Sie Ihre Pumpe so einstellen, dass kurz vor oder bei Erreichen Ihres unteren Sensorglukose-Wertes (SG) eine Warnmeldung erscheint oder die Insulinabgabe abgeschaltet wird oder beides passiert.


MIT SMARTGUARD™ KÖNNEN SIE IHRE PUMPE SO EINSTELLEN, DASS KURZ VOR ODER BEI ERREICHEN IHRES UNTEREN SENSORGLUKOSE-WERTES (SG) EINE WARNMELDUNG ERSCHEINT ODER DIE INSULINABGABE ABGESCHALTET WIRD ODER BEIDES PASSIERT. SORT:BEZEICHNUNG DER EINSTELLUNG FÜ

Die Funktion SmartGuard können Sie nur nutzen, wenn sie die Option der kontinuierlichen Glukosemessung (CGM) in Ihrer Pumpe aktiviert haben. SmartGuard ist eine erweiterte Form der Hypo-Abschaltung für Nutzer, die anfällig für Hypoglykämien sind oder eine Hypoglykämiewahrnehmungsstörung haben. Damit kann die Insulinabgabe bei oder vor einer Unterzuckerung gestoppt und später automatisch wieder aufgenommen werden. Wenn die SmartGuard-Funktion “Unterbrechen vor Niedrig” aktiviert ist, schaltet die Pumpe die Insulinzufuhr automatisch ab, wenn vorhersehbar ist, dass der Sensorglukose-Wert (SG) bald einen voreingestellten Grenzwert unterschreiten wird. Danach nimmt sie ebenfalls automatisch -spätestens nach 2 Stunden – die Basalinsulinabgabe gemäß dem voreingestellten Wert wieder auf. Alle anderen Sensorfunktionen sind während der Insulinabschaltung weiter verfügbar.

WARUM WIRD DIE INSULINABGABE VON DER MINIMED 640G UND DER MINIMED VEO INSULINPUMPE FÜR 2 STUNDEN GESTOPPT UND DANN FÜR 4 STUNDEN WIEDER AUFGENOMMEN?

Der Zeitraum von zwei Stunden basiert auf klinischen Erkenntnissen und ermöglicht dem Glukosespiegel, in den Normalbereich zurückzukehren. Die 4-stündige Wiederaufnahme der Insulinabgabe nach dem 2-stündigen Stopp verringert das Risiko einer reaktiven Hyperglykämie.

WAS MACHE ICH, WENN DIE HYPO-ABSCHALTUNG DER INSULINPUMPE AUSGELÖST WURDE?

Wenn Sie NICHT auf die Warnmeldung reagiern, schaltet die Pumpe die Insulinabgabe automatisch ab, es ertönt ein Alarmsignal und in der Anzeige steht: “Bitte rufen Sie den Rettungsdienst. Ich habe Diabetes”. Die Pumpe stoppt die Insulinabgabe 2 Stunden lang. Die MiniMed Veo nimmt die Basalinsulinabgabe nach Ablauf der zwei Stunden automatisch wieder auf, die MiniMed 640G schaltet die Insulinzufuhr automatisch wieder ein, sobald sich der CGM-Wert wieder normalisiert hat. Wenn Ihr Glukoselevel 4 Stunden nach Wiederaufnahme der Basalabgabe immer noch niedrig ist, wird die Insulinabgabe erneut gestoppt. Achtung: 4 Stunden-Rhythmik ist bei MM640G anders!

Als Reaktion auf die Warnmeldung können Sie wählen, ob die Basalinsulinabgabe gestoppt oder weiter ausgeführt werden soll. Wenn Sie die Basalabgabe weiter ausführen lassen, gibt die Pumpe weiterhin Insulin ab. Wenn Sie die Basalabgabe stoppen, schaltet die Pumpe wie oben beschrieben die Insulinabgabe ab. Wenn die Hypo-Abschaltung ausgelöst wird, gibt die Pumpe ein Alarmsignal ab, um sicherzustellen, dass Sie die Meldung bemerken und darauf reagieren können.

 

WELCHE FUNKTION HAT DIE HYPO-ABSCHALTUNG BEI DER MINIMED 640G UND DER MINIMED VEO INSULINPUMPE?

Die Hypo-Abschaltung ist eine Funktion der kontinuierlichen Glukosemessung (CGM) für Nutzer, die vermehrt Hypoglykämien und/oder eine Hypoglykämiewahrnehmungsstörung haben. Wenn diese Funktion aktiviert ist, schaltet die Pumpe die Insulinabgabe automatisch für 2 Stunden ab, wenn der Zuckerspiegel einen voreingestellten Grenzwert erreicht hat. Nach zwei Stunden, nimmt die Pumpe automatisch die Basalinsulinabgabe wieder auf. Alle anderen Sensorfunktionen sind während der Insulinabschaltung weiter verfügbar und es besteht jederzeit die Möglichkeit manuell die Insulingabe fortzusetzen.

BEKOMME ICH NACH DER GARANTIE EINE NEUE PUMPE? AB WANN HAT MAN ANSPRUCH AUF EINE NEUE PUMPE?

Dies wird sehr unterschiedlich geregelt und hängt von der jeweiligen Krankenkasse ab. Eine Insulinpumpe hat 4 Jahre Garantie, aber dies heißt nicht, dass in jedem Fall eine neue Insulinpumpe genehmigt bzw. die Kosten von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen werden. Eine neue Insulinpumpe muss in jedem Fall genehmigt werden.

WAS IST DAS BESONDERE AN DEM MINIMED 640G SYSTEM?

Das MiniMed 640G System ist weltweit das erste integrierte System aus Insulinpumpe und kontinuierlichem Glukosemonitor (CGM) mit SmartGuard-Technologie. Das System misst mithilfe eines Sensors kontinuierlich den Glukosespiegel und stoppt die Insulingabe automatisch bereits bei Annäherung an eine vorher festgelegte kritische Untergrenze. Die Insulinzufuhr wird automatisch wieder aufgenommen, sobald sich der Glukosestoffwechsel wieder erholt hat. Die MiniMed 640G kann somit vor gefährlichen Hypoglykämien schützen.

Zu den Vorteilen des MiniMed 640G-Systems zählen somit der verbesserte Schutz vor Hypoglykämien, die individualisierte und komfortable Durchführung der Diabetestherapie und das verbesserte Design, dank dem das System besonders einfach zu erlernen und intuitiv zu bedienen ist.

 

WAS BEEINFLUSST DIE BATTERIELEBENSDAUER BEI DER INSULINPUMPE?

MiniMed 640G Insulinpumpe

  • Einstellung für die Displaybeleuchtung
  • Hohe Werte für die Helligkeitseinstellung
  • Art der Vibrationseinstellung
  • Fernbedienung und Messgerät
  • Hohe Basalraten, sehr häufiges Drücken der Tasten, Bolusabgabe und Rücklauf
  • Häufige Warnmeldung “Kein Sensorsignal”/ “Sensorsignal nicht gefunden” (Sensor-Funktion)

MiniMed Veo Pumpe

  • Aktivierung der Displaybeleuchtung
  • Art der Vibrationseinstellung
  • Fernbedienung und Messgerät
  • Hohe Basalraten, sehr häufiges Drücken der Tasten, Bolusabgabe
  • Häufige Warnmeldung über kein/ schwaches Sensorsignal (Sensor-Funktion)

 

Tipp: Verwenden Sie keine kalten Batterien, da die Batterielebensdauer fälschlicherweise als gering angezeigt werden kann. Dies kann dazu fuhren, dass der Batteriefehler-Alarm Ihrer Pumpe ausgelöst wird. Lassen Sie kalte Batterien Zimmertemperatur annehmen, bevor Sie diese in Ihre Pumpe einsetzen.

 

WELCHE ARTEN VON BATTERIEN WERDEN EMPFOHLEN?

MiniMed 640G Insulinpumpe

  • Benötigt eine neue AA-Batterie mit 1,5 Volt.
  • Beste Ergebnisse erzielen Sie mit einer neuen AA-Lithiumbatterie.
  • Die Insulinpumpe kann auch mit einer AA-Alkali-Batterie oder einer voll aufgeladenen AA-Nickel-Metallhydrid-Batterie (NiMH-Akku) betrieben werden.
  • Benutzen Sie keine Zink-Kohle-Batterie in Ihrer Pumpe.
  • Die Batterielebensdauer ist von der Art der Batterie und der Nutzung der Insulinpumpe abhängig und beträgt üblicherweise 7 bis 14 Tage.

MiniMed Veo Insulinpumpe

  • AAA-Alkalibatterie
  • Die von uns zur Verfügung gestellten Batterien von Energizer bieten ein sehr gut vorhersagbares Zeitfenster zwischen der Meldung “Pumpenbatterie schwach” und einer wirklich leeren Batterie, mit der das System keine Energie mehr bekommt. So ist sichergestellt, dass bei abnehmender Batteriestärke die richtigen Warnmeldungen angezeigt werden.
  • Bei Batterien anderer Marken oder Arten kann dieses Zeitfenster stärker schwanken.
  • Die Batterielebensdauer ist von der Art der Batterie und der Nutzung der Pumpe abhängig. Die übliche Lebensdauer einer Batterie beträgt 7 bis 10 Tage.

 

WIE SCHWER IST DIE INSULINPUMPE?

MiniMed 640G
Wiegt mit Batterie nur 102 Gramm.

MiniMed Veo 5-Serie (554)
Wiegt mit Batterie nur 95 Gramm.

MiniMed Veo 7-Serie (754)
Wiegt mit Batterie nur 102 Gramm.

 

WIE GROSS IST DIE INSULINPUMPE?

MiniMed 640G

etwa 5,3 cm breit x 9,6 cm hoch (inkl. Reservoirhals) / 8,8 cm hoch (ohne Reservoirhals) x 2,4 cm tief (ohne Gürtelclip).

MiniMed Veo 5-Serie (554)

etwa 5,1 cm breit x 7,6 cm hoch x 2 cm tief.

MiniMed Veo 7-Serie (754).

etwa 5,1 cm breit x 9,1 cm hoch x 2 cm tief.

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